Konzeption eines multimedialen Aus-
stellungsbereichs für die "Tek-Sing"

 
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Anläßlich der Versteigerung des Porzellanschatzes der 1822 gesunkenen Dschunke "Tek-Sing", eröffnete das Auktionshaus Nagel von August bis November 2000 einen temporären Austellungsraum im Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Ausstellung fand dort an Bord einer dreistöckigen, stilisierten Dschunke statt.
     Neben der Zurschaustellung des Porzellans wurde auf dem ersten Stockwerk des Ausstellungsraumes eine multimedial aufbereitete historische Ausstellung realisiert.  
     Da auf dem zweiten und dritten Stock der Dschunke zehntausende Stücke Porzellan ausgestellt wurden, wurde eine Konzeption entwickelt, die vorsah, im Bereich der "historischen" Ausstellung möglichst wenige Lose zu zeigen. Stattdessen bot dieser Teil der Ausstellung dem Besucher eine emotionale Annäherung an die Geschichte der Tek-Sing, indem Exponate gezeigt wurden, die den Untergang, die Wiederentdeckung und die Bergung des Schatzes thematisierten.
     Die hierzu entwickelte Dramaturgie folgte zwei Bewegungen der Geschichte der Tek-Sing: Erstens der räumlichen Bewegung der Taucher nach "unten" auf den Meeresgrund und wieder an die "Oberfläche" und zweitens der zeitlichen Bewegung vom Untergang des Schiffes bis zu dessen Wiederentdeckung, die durch eine quer durch den Raum laufende Verfallsachse des künstlichen Wracks angedeutet wurde.
     In der durch Projektionen und Szenenbild erzeugte Unterwasserstimmung waren Texte, Videos und historische Dokumente eingebettet.

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Konzeption: Christian Frisch, CPP
Bauten:     J. Sauer, D. Vollbrecht, K. Guse
Mutimedia:  M. Kirch, E. Mootz, G. Pflüger / CPP
Grafik:     Tao Li, C. Frisch für CPP
Kunde:      Nagel Auktionen, © 2000