Infoblatt zu "rationelles bauen"
Christian Frisch, 1999. English Version.

1.
Experimentalfilm
5:00 Min., 35mm Farbe, Dolby Stereo SR
Musik: Gentle Veincut, Texte: Gillian Gillette, FWU
Idee, Produktion, Ausführung: Christian Frisch, 1999.
Uraufführung: 10. Dezember 1999, HfG Offenbach

2.
Zum Thema:
"Für den großen Wohnungsbedarf reichen die wenigen vorhandenen Baulücken im Stadtkern nicht aus. Doch findet sich oft günstig gelegenes Baugelände, auf dem nach den neuesten Erkenntnissen des Wohnungs- und Städtebaus gebaut werden kann. Um solche Wohnstädte wirtschaftlich bauen zu können, muß vom Erschließen bis zum Fertigstellen rationalisiert werden."
(Kommentar, "rationelles bauen")
"rationelles bauen" erscheint zuerst als ein weiterer Lehrfilm, der seltam vertraute Tatsachen und Fakten aus den 50er Jahren -zumindest im Kommentar- wiederholt.
Die zitierten Vorteile planvollen Bauens werden im zweiten Teil des Films in einer experimentellen Auseinandersetzung mit einem modernen Neubaugebiet überprüft. Zur Wirtschaftlichkeit addieren sich an dieser Stelle ästhetische Elemente der Rhythmisierung durch Rationalisierung, Wiederholung und Ordnung.

3.
zur Aufnahmetechnik:
Das Originalmaterial zu "rationelles bauen" wurde komplett einzelbildweise mit einer "Olympus Pen-F", einer Halbformat Spiegelreflex-Fotokamera, auf Diafilme aufgenommen und in einem Amateurlabor entwickelt. Auf einen Kleinbildfilm belichtet die Olympus 72 Bilder.
Da die Perforierung fotografischer Kleinbildfilme jener von Kinokopien entspricht, entstehen durch die Belichtung eines Kleinbildfilms in diesem Fotoapparat drei Sekunden Kino.
Das Material wurde anschließend durch optische Kopierung weiterverarbeitet, mit Screenshots von 3D-generierten Architekturmodellen gemischt und rhythmisiert.

Christian Frisch, 1999

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fotografische Arbeiten

© c_frisch 1999